Mittwoch, 4. April 2012

Kindheitserinnerungen: Kartoffel Möhren Stampf

Kartoffeln sind, gerade zum Herbst hin, immer irgendwo sehr günstig zu haben.
Ebenso Möhren.
Zusammen mit Bratwurst, Buletten o.ä. wird daraus ein preiswertes aber nahrhaftes Essen für eine Großfamilie.

Kartoffel Möhren Stampf

Zu Beginn steht jedoch eine Menge Schäl- und Schnibbelsarbeit!
Kartoffeln und Möhren müssen geschält und in kleine Stücke geschnitten werden.
Dann braucht man noch eine Zwiebel.

Kartoffel Möhren Stampf

Das Gemüse wird nun, bei kleineren Mengen zusammen in einem Topf, bei größeren Mengen in getrennten Töpfen, so lange gekocht bis es schön weich ist.
Vom Kochwasser etwa 1 L Brühe auffangen oder abschöpfen. Es wird noch gebraucht.
Wer mag kann auch die komplette Brühe auffangen, und diese als Basis für Soßen, Suppen und Eintöpfe verwenden.

Die Zwiebel hacken und in einem großen Topf in Butter ordentlich anschwitzen.
Dann einen Teil der Kartoffeln und Möhren hinzu geben und gründlich anrösten. Wir brauchen das Röstaroma!
Den Topf vom Herd nehmen und die Gemüse Mischung mit einem Stampfer ordentlich zu Matsch verarbeiten. Nach und nach die restlichen Kartoffeln und Möhren hinzu geben und ebenfalls zu Matsch verstampfen.
Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie würzen.
Weitere Zugaben von Butter und Brühwasser lassen den Stampf saftig und geschmeidig werden. Außerdem erleichtert die Flüssigkeitszugabe das Stampfen.

Kartoffel Möhren Stampf

Ich koche immer einen großen 5 Liter Topf bis zum Rand gefüllt. Und ich verwende immer ein wenig mehr Möhren als Kartoffeln. Das lässt den Stampf appetitlich orange leuchten.
Der Stampf ist ein ideales Kinderessen. Die Mengen lassen sich völlig variabel von sehr wenig bis ganz viel anpassen. Ich koche es gerne im Herbst und Winter, denn dies Essen nährt nicht nur, an kalten Tagen wärmt es auch.

Anekdote am Rande: Meine Großmutter hat dieses Gericht früher in 15 Liter Töpfen gekocht. Einmal ist ihr dabei der Stampfer gebrochen und sie hielt fassungslos nur noch den Stiel in der Hand. Ein urkomischer Anblick!

Wer jetzt noch ein wenig kreativ ist, kann aus diesem sehr einfachen Gericht mit wenigen Handgriffen eine Kindersause zaubern.
Ich habe mal mit kleinen Nürnberger Würstchen Raupen und Aliengesichter auf die Teller gebastelt.

Alien Raupe

Monster!

Kommentare:

  1. Oh ja das gabs bei uns auch immer zuhause, für mich war´s ein Schüttelmichessen, was ich heute noch nicht mag, darüber gabs immer noch in Butter gebratene Zwiebelchen.
    Aber der Rest meiner Fam. liebt es, Ich koche es auch immer, nur essen mag ich es immer noch nicht .

    LG Kerstin

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    1. Ich esse es sehr gern.
      Vor allem im Winter!

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